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Hyperventilation
Eine
Steigerung der Atemtätigkeit durch beschleunigtes Atmen oder vertieftes Atmen
kann ganz natürliche Ursachen haben, z.B. körperliche Anstrengung oder Fieber.
Die
(meistens psychogene, d.h. seelisch bedingte) Hyperventilation äussert sich
demgegenüber dramatischer und geht weit über den Stoffwechselbedarf hinaus
(man spricht dann korrekterweise von Hyperventilationssyndrom oder
Hyperventilationstetanie).
Was dabei im Körper abläuft, ist eine komplexe Kettenreaktion. Durch die übermässige
Atemtätigkeit wird vermehrt Kohlendioxid abgeatmet, was zu einem
Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt der Arterien führt (Erhöhung des
pH-Werts). Dieses Ungleichgewicht zieht seinerseits eine verstärkte Bindung von
freiem Kalzium nach sich. Der Kalziummangel verursacht schliesslich die
typischen Krampf-/Tetanie-Erscheinungen.
Das Hyperventilationssyndrom kann oft nur in seinem Anfangsstadium vom Patienten
selber durchbrochen werden; meist ist Hilfe von aussen nötig. Die Rückatmung
bezweckt dabei die Erhöhung des Kohlendioxid-Anteils im Blut und damit eine
Normalisierung der Atmung.
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